Alte Kraftprotze

Ich ging am Wasser so für mich hin, Kräne zu schauen, das war mein Sinn… Die schönen alten am Hamburger Hansahafen, um genau zu sein, da, wo auch die letzten noch erhaltenen Kaischuppen aus der Kaiserzeit stehen. Wo an den Sommerwochenenden „Hafensenioren“ als ehrenamtliche Mitarbeiter des Hafenmuseums von ihrer Arbeit erzählen und allerlei Geräte vorführen. Wo der Duft von Gewürzen in die Nase steigt, während der Blick zur Kaianlage gegenüber schweift, wo Kraftfahrzeuge, Container und Südfrüchte umgeschlagen werden, und von dort immer weiter bis zur Hafencity und den Kirchtürmen der Altstadt auf der anderen Elbseite.

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Über einen Ponton erreicht man den Schwimm-Dampfkran „Saatsee“, der jahrzehntelang auf dem Nord-Ostsee-Kanal im Einsatz war, und den Dampfschuten-„Sauger IV“, eine schwimmende Großpumpe, mit der der aus dem Fluss gebaggerte Sand und Schlick von Schuten aus auf „Spülfelder“ gepumpt wurde.

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Das ganze historische Areal ist prachtvoll, aber besonders haben es mir die großen Portalkrane direkt am Kai angetan, die früher für den Umschlag zwischen Schiff und Schuppen sorgten. Manche von ihnen scheinen sogar Gesichter zu haben.P1040329

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7 Kommentare zu “Alte Kraftprotze

  1. Bloggen bildet – fürwahr: Ich komme mit dem Staunen gar nicht nach! Was für eine schöne Stadt, und was für eine tolle Bloggerin – mit vielseitigen Interessen, einer Klasse-Schreibe und einem unglaublichen Blick für außergewöhnliche, excellente Bilder!
    Danke, Maren!

    • Lieber Helmut, so viel nette Worte! Ich strahle – und bin bannig verlegen, wie der Hamburger sagt. Deshalb gebe ich den Dank mal ganz schnell zurück; schließlich hast du mich durch „beharrliches Nachfragen“ überhaupt erst zum Bloggen gebracht. Es ist mir eine besondere Freude, auch ein bisschen stellvertretend durch unsere Stadt zu streifen 🙂 🙂 🙂 Ganz herzlich, Maren

  2. Hallo Maren, das ist sehr stimmig! Eine richtig schöne Kombination aus Text und Bild. „Wenn der Duft von Gewürzen in die Nase steigt …“ das ist mit allen Sinnen genießen. Danke für die kleine Exkursion in den Hansahafen.
    Liebe Grüße
    Stefan

    • Herzlichen Dank, lieber Stefan! Solltest du beim Lesen Weihnachten in der Nase gehabt haben – ganz falsch würdest du nicht liegen. Aufs Schmecken habe ich lieber verzichtet: Die Kakaobohnen im Schaudepot wirkten doch etwas angestaubt 😉 Einen schönen Abend wünscht Maren

  3. Liebe Maren,
    ich staune über deine Begeisterung. Mir jagt schon über die Fotos die Größe der Anlagen und Geräte etwas Ehrfurcht ein. Ich glaub, ich könnte mich recht verloren dazwischen fühlen. Du offensichtlich nicht.
    Liebe Grüße, Marion

    • Vielen Dank für deinen Kommentar, liebe Marion! Ja, die Kräne sind riesig – bis zu 40 Meter hoch, sagen die Leute im Hafenmuseum. Und man möchte bestimmt nicht drunter stehen, wenn sie Transportgut verlieren. Aber ihre ganz eigene Ästhetik mag ich tatsächlich sehr, gerade vor dem bewegten Himmel der vergangenen Tage. Und sie haben so viel zu erzählen… Hab einen schönen Tag!

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