Noch ungestürmt

P1060659Erst wenige Tage ist es her, da war die Luft so „still, als atmete man kaum“, wie der Dramatiker und Lyriker Friedrich Hebbel in seinem schönen Gedicht „Herbstbild“ schrieb. Die Früchte fielen „raschelnd fern und nah“, einfach weil sie reif waren.  Da wurde nichts aufgehalten, nichts beschleunigt. Jetzt zerren die ersten Herbststürme an den Bäumen, dass man sich freut, wenn zumindest keine dicken Äste herunterkrachen. Auch das Apfelbäumchen im Garten meiner Freundin W. wird mittlerweile deutlich kahler aussehen, dafür aber auf einem leuchtenden Teppich stehen. Derart rotwangig sind seine Früchte, dass wohl selbst der Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland schwach würde. Spätestens bei W.s Apfelkuchen, denn der ist einfach unvergleichlich. – Weiß doch jeder, dass man Äpfel nicht mit Birnen vergleichen soll…

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3 Kommentare zu “Noch ungestürmt

  1. Jetzt hat deine Freundin bestimmt noch viel mehr Fallobst im Garten …
    – Die Früchte fielen “raschelnd fern und nah”, einfach weil sie reif waren. – Welch ein schöner Satz!
    Liebe Grüße zum Wochenende
    Dina

    • Vielen Dank, liebe Dina! Ja, das liebe ich wirklich an Hebbels Gedicht, dass es dieses Reifen und Fallen als so friedlich und natürlich einfängt. In so vielen Herbstgedichten steht ja der Tod schon direkt hinter der Tür. Und auf den nächsten Fallobst-Kuchen freue ich mich jetzt schon. 😉 Auch dir einen herzlichen Gruß!

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