Er gehört zu mir

Nach Adler, Fledermäusen und Fischen heute zur Abwechslung mal Schwäne. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen: Dieses Blog ist entgegen dem äußeren Anschein nicht auf dem Entwicklungsweg zu „Hamburgs Tierleben“. Am Ende sind auch Tiere oft nur Menschen.

P1030628In der ersten Szene erblicken wir Mensch und Menschin (das Knäuel im Mittelfeld) in herzlicher Umarmung auf den frühsommerlichen Alsterwiesen, während Schwan und Schwanin selbige in fröhlicher Koexistenz zusammen mit dem Nachwuchs abgrasen.

P1030637Des Grasens überdrüssig machen sich Schwan und Schwanin schon bald auf den Weg zu Mensch und Menschin. Menschin geht das zu nahe. Sie ergreift die Flucht.

P1030639Schwan – oder ist es Schwanin? – ist auch irgendwie abhanden gekommen. Und ich kriege den alten Marianne-Rosenberg-Song nicht mehr aus den Ohren…

Advertisements

21 Kommentare zu “Er gehört zu mir

      • Jaaa, das hätte ich wissen können 🙂
        So weit stehen sie nicht auseinander. Das Scrollen dazwischen macht die vergangene Zeit dazwischen deutlich. Passt gut. Für mich. Grüße von heute!

  1. Alter Rosenberg-Song? Er gehört zu mir wie der Schwan an meiner Tür? Liebe Maren, bitte noch mehr tierisches – und ich hab jetzt auch noch einen Ohr-WURM! und einen Ringelnatz:Ohrwurm und Taube

    Der Ohrwurm mochte die Taube nicht leiden.
    Sie haßte den Ohrwurm ebenso.
    Da trafen sich eines Tages die beiden
    in einer Straßenbahn irgendwo.

    Sie schüttelten sich erfreut die Hände
    und lächelten liebenswürdig dabei
    und sagten einander ganze Bände
    von übertriebener Schmeichelei.

    Doch beide wünschten sie sich im stillen,
    der andre möge zum Teufel gehn,
    und da es geschah nach ihrem Willen,
    so gab es beim Teufel ein Wiedersehn.

    • Ja, genau den Song meine ich, liebe Birgit, Namen sind Schall und Rauch! 😉
      Hab Dank für die wunderbaren Zeilen von Ringelnatz! So menschlich, allzu menschlich. Weil ich noch nicht absehe, wann es hier im Blog wieder Tierisches zu sehen und zu lesen gibt, schieße ich mal schnell eine tierisch-menschliche Ringelnatz-Rakete zurück in die Fuggerstadt – als Mehrfach-Reminiszenz sozusagen: an Tapfere-Tanten-Abenteuer mit Tigern und Fledermäusen, aber auch an deine Katzen-Geschichte, die mich noch heute losprusten lässt, sobald sie mir in den Sinn kommt. 🙂

      Die Rakete und der Kater

      Hui! Die Rakete stieg. Sie fauchte
      Am Dach vorbei und höher. Glühend jung.
      Bis sie in wundervollem Linienschwung
      In ferne, dunkle Abendwolken tauchte.
      Auf jenem Dache saß ein schwarzer Kater.
      Der sah die schöne Linie, und was tat er?
      Zunächst: er fauchte ebenfalls.
      Dann dehnte er sich, reckte seinen Hals.
      Dann krümmte er den Buckel, hob ein Ohr
      Und streckte seinen Schweif graziös empor,
      Um jene schöne Linie nachzumachen.
      Doch die Rakete oben barst vor Lachen.
      Da warf sich unser schwarzer Kater
      Wild auf den Rücken. Und was tat er?
      Was tat er außer sich vor Wut?
      Nun, was man sonst gewöhnlich nicht
      Gerade auf dem Rücken liegend tut.
      Er tat es kräftig, tat es reichlich, gut;
      Er hatte kurz zuvor zu Haus
      Zwei Babyflaschen ausgesogen.
      Doch jenen herrlichen Raketenbogen…
      Nein, nein, den kriegte er nicht raus.

      • Ha, ha, dieser Ringelnatz! Den kannte ich noch gar nicht. Ich bin überrascht, dass der Schwan so seelenruhig dabei ist. Einen schönen Samstag Abend wünscht Peggy

      • Freut mich, dass dir die Ringelnätze gefallen haben, Peggy! Mich begeistert diese Mischung aus Klugheit und Witz auch immer wieder. Was die Seelenruhe der Schwäne angeht: Die Exemplare an der Alster sind sehr viel stärker an Menschen gewöhnt als ihre Vettern draußen in der Natur. Ich habe gerade in der Antwort an Mick weiter unten ein bisschen was dazu geschrieben. Nachdem ich einmal beobachtet habe, wie ein gefährlich aufgeplusterter Alsterschwan ein Tretboot über endlose Strecken verfolgt hat, halte ich selbst es dennoch eindeutig mit Menschin auf dem Foto und nehme rechtzeitig Reißaus. Liebe Grüße!

  2. Ich danke herzlich Bericht&Fotos, die gleichen am Morgen ein schallendes Lachen in der Dunkelkammer hervorzauberten.
    Sonnigsamstägliche Grüsse vom Schwarzen Berg

    • Wie schön! Es gibt nichts Gesünderes, als den Tag mit schallendem Lachen zu beginnen! Ich danke für die netten Worte und sende grauwolkige, aber darum nicht weniger herzliche Grüße in die Dunkelkammer am Monte.

      • Ich pflege bereits sofort beim Erwachen zu Lächeln – um mich daran zu erinnern wenn es mir im Tagesverlauf abhanden kommen sollte… was nicht selten geschieht. So ein Lacher am frühen Morgen wirkt geradezu wie ein Turbo.
        Vielen Dank für die grauwolkigen Grüsse, sie sind treffsicher hier angekommen 😉 (die herzlichen auch!)
        Samstagnachmittäglichschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

  3. Wie wunderbar, liebe Maren, und bitte ruhig weitere Tier- und Menschenfotos mit nettem Text, der dann wiederum die Kommentatoren zu Meisterleistungen anregt, sodass sich Bild-Text-Kommentar zu einem ganz großartigen Gesamtkunstwerk fügen :-).
    Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Claudia

    • Ein wunderbarer Plan, liebe Claudia! Lass uns Gesamtkunstwerke bauen oder gern auch stricken! Ich baue da voll auf deine Expertise… 🙂 Liebe Grüße und auch dir ein schönes Wochenende!

  4. Die trauen sich was. So Schwaneneltern sind nicht ohne! Vielleicht ist es ja gut gegangen, weil das Schwanenpaar die Liebe der Menschen gespürt hat. Normalerweise muss man vor solch einer Familie reiss aus nehmen. Die Schwaneneltern neigen dazu, ihre Kinder zu verteidigen. Das ist Instinkt, die können gar nicht anders.

    • Vielen Dank für diese wichtige Ergänzung, Mick! Ich habe auch ordentlich gestaunt über die Friedfertigkeit der Schwaneneltern und hätte mich selbst sicher nicht getraut, auf der Wiese liegen zu bleiben. Jemand, der die Alsterschwäne seit Jahren kennt, sagte mir dann, dass sie – besonders durch den Kontakt mit dem sogenannten Schwanenvater, der die Tiere auch in ihrem Winterquartier betreut, fast schon wie Haustiere seien und insgesamt viel weniger in Verteidigungshaltung als Schwäne in freier Wildbahn. Ein paar Regeln gelte es jedoch zu beachten: den Schwänen niemals den (Flucht-)Weg zum Wasser zu versperren, dem Nachwuchs nicht von sich aus zu nahe zu kommen (Mensch auf dem Foto lag einfach da, während die lieben Kleinen immer näher rückten) und Hunde fern zu halten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s