Heimat meiner Seele

DSC_1995Dann pflegte ich in den Wald zu gehen
als in die alte Heimat meiner Seele
und dort über dem Moor zu sitzen, lange Zeit,
meine Hände in das Gras zu stützen
und hinauszublicken über
das grüne Schweigen bis zu dem weiten Horizont.

Aus: Ernst Wiechert „Jahre und Zeiten“

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23 Kommentare zu “Heimat meiner Seele

  1. Liebe Maren, gerade gestern Abend saß ich in der Dämmerung am Wald, es gab einen solchen Baum wie bei dir auf dem Foto neben vielen richtig üppig grünen Bäumen. Aber gerade auf den knorrigen ohne Blätter setzten sich nacheinander die Vögel und zwitscherten. Kaum flog der eine weg, kam der nächste – bis es dunkel wurde.
    Ein schönes Foto und schöne besinnliche Zeilen!
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag und grüße ganz herzlich,
    Marlis

    • Wenn das kein Zufall ist, liebe Marlis! Herzlichen Dank für deine Waldrand-Dämmerlicht-Zwitscher-Impressionen, die mir gerade einen herrlichen Moment der Ruhe beschert haben. Hab auch du einen schönen Sonntag!

    • Freut mich, dass dir die Komposition gefallen hat, liebe Wolkenbeobachterin! Dabei sind ja nicht mal Wolken zu sehen, nur Licht. 😉 Auch dir einen schönen, hoffentlich sonnigen Sonntag!

      • Ja, gefällt mir sogar sehr. Auch ohne Wolken, wie Du feststellen durftest. 🙂 Ich mag die Atmosphäre. Den Moment. Es sieht so still auch aus, das mag ich.

        Dir auch einen schönen Sonntag!

    • Die „Komponistin“ dankt, liebe Birgit! In und um Hamburg herum gibt es auch ein paar sehr reizvolle Waldrand-/Moorlandschaften, aber diese ist aus dem Teufelsmoor nördlich von Bremen. Schönes Restwochenende dir!

    • Dankeschön! 🙂 Es war auch in Wirklichkeit eine besondere Stimmung: Es hatte gerade aufgehört zu regnen, das erste Licht bahnte sich seinen Weg durch die Wolken, die über den Wiesen waberten, und dann ließ sich auch noch der Krähenvogel auf dem knorrigen Baum nieder…

  2. Ich mag diese Landschaften und kenne eine ähnliche wie auf deinem stimmungsvollen Foto um den Duvenstedter Brook. Da war ich schon zu allen Tages-, Nacht- und Jahreszeiten zu Fuss unterwegs. Merkwürdig kam mir einmal vor, dass es selbst im Rhein-Main Gebiet noch Landschaften dieser Art gibt.
    Sonntägfrühabendlichsonnigschöne Grüsse vom Schwarzen Berg

    • Das ist ja ein Ding! Meinst du etwa den Blick vom verwunschenen Pfad auf dem Wall über Puschelgras und Sumpflöcher bis zu den Birkenwäldchen am Horizont? 🙂 Im Moment wird dort, glaube ich, noch bodengebrütet, aber spätestens für den Herbst verspreche ich schon einmal ein paar frische Fotos aus der Gegend. Dir einen herzlichen Gruß aus einer Offenbar-irgendwann-einmal-Heimat und einen guten Start in die neue Woche! P.S. Ich staune auch immer wieder, wo überall es Moore zu entdecken gibt.

      • Wenn ich mir Dein Foto anschaue fallen mir etliche Plätze ein, die ich zu kennen meine.
        Hamburg war nie meine Heimat, aber Dr. Gonzo mein bester Freund und Anwalt sowie der glorreiche Herr Zaphod wohnen in dieser schönen Stadt.
        Ich wünsche Dir eine wunderbare Woche und sende gleich einen Strauss schöner Grüsse mit vom Schwarzen Berg

  3. eine wundervolle Buchstelle finde ich hier mit einem Foto, das sehr meinem eigenen Geschmack entspricht.
    Die Heimat der Seele kann nur an besonderen Plätzen sein und nur in der Ruhe kann sie erkennen, daß sie angekommen ist, auch wenn sie die Weite des Horizontes liebt.

    Liebe Grüße von Bruni

    • Hab Dank für Besuch und Gedanken, liebe Bruni! Ja, die Seele schätzt die Stille und die Weite. Vielleicht weil sie selbst dort gut zu vernehmen ist? Herzliche Grüße und einen schönen Tag!

  4. sehr schön war es, liebe Maren. Bei uns hat dann die Luft richtig aufgeklart, was nun den Nachteil hat, dass es in der Folge etwas kälter geworden ist, aber ich mag das sehr – und diese Luft ist dann immer herrlich für meine kaputten Lungen.
    Liebe Grüsse, Kai

  5. Pingback: Sonntagsleserin KW #27/28 – 2014 | buchpost

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