In the light of recent events

IMG_5872aWeltanschauung ist nicht selten Mangel an Anschauung.

Ludwig Marcuse

oder – fast noch pointierter:

Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.

Alexander von Humboldt

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wünschte ich mir, dass die Neugier der Menschen auf die „Welt“ außerhalb und innerhalb der eigenen (Landes-)Grenzen blüht und gedeiht wie ein trockener Acker nach dem Regen. Es gibt so viel anzuschauen!

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22 Kommentare zu “In the light of recent events

  1. Hallo Maren,
    schöne Zitate, besonders das erste gefällt mir, weil ich es noch nicht kannte.
    Ja, Reisen bildet und erweitert den Horizont ungemein 🙂
    Liebe Grüße, Annette

  2. Der junge Mensch auf dem Foto macht mich schon neugierig, denn ich möchte gerne wissen, wo er genau herkommt und, ob es sich um ein Mädchen oder einen Knaben handelt! Weltweit gibt es wirklich viel anzuschauen und zu lernen, aber manchmal denke ich, dass man sich mehr Zeit nehmen sollte für all die Orte und Menschen. Ich danke dir herzlich, liebe Maren, für diesen Gedankenanstoss. :)Cari saluti Martina

    • Danke für dein Interesse, liebe Martina. Der ernste Junge auf dem Foto ist ein Salasaca-Indio, den ich vor Jahren im ecuadorianischen Hochland kennengelernt habe. Die Salasacas sollen ursprünglich aus Bolivien stammen und von den Inkas nach Ecuador verschleppt worden sein. Sich viel Zeit zu nehmen für Orte und Menschen ist ganz sicher eine gute Idee.

    • Das freut mich, liebe Peggy. Der Junge auf dem Foto, ein kleiner Ecuadorianer, hatte nicht nur zwei der tiefgründigsten Augen, die ich bisher gesehen habe, sondern war überhaupt ein richtig guter Typ.

      • Ja, leider. Diesen Blick, der ganz tief ins Herz dringt, werde ich auch nie vergessen. Einem Kind in dem Alter würde man wirklich mehr Heiterkeit und Leichtigkeit wünschen. Dennoch war und bin ich zuversichtlich, dass der Junge seinen Weg geht. Wir haben damals eine ganze Weile miteinander gesprochen – da war auch eine große Kraft.

  3. Hach, Alexander von Humboldt, der war ja wirklich ein super Typ. Und dann könnte man ja meinen, wer nicht so viel Möglichkeiten zu reisen hat, hätte ja mit den Neuankömmlingen bei uns einiges zu erleben. Ein Grund übrigens, warum ich so gerne in Kreuzberg wohne.

    • Danke für deine Zeilen, Stephanie. Genau so, wie du ihn verstanden hast, war der Beitrag gemeint. Und durchs bunte Kreuzberg streife ich auch immer wieder richtig gern.

  4. Zwei sehr schöne Zitate hast Du uns da herausgesucht, liebe Maren. Ich fürchte nur, dass diejenigen, die es mit der Weltanschauung noch nicht so weit gebracht haben, diese Zitate gar nicht verstehen würden. Auch, weil sie so eingeschlossen und gut abgeriegelt in ihren dumpf-einfachen Gedankenkonstrukten sitzen.
    Viele Grüße, Claudia

    • Mit dem Einwand triffst du vermutlich voll ins Schwarze, Claudia. Leider. Das ist ja immer ein bisschen das Problem, dass man mit seinen Beiträgen eher ohnehin schon Gleichgesinnte erreicht. Und was das rassistische Pack in Heidenau & Co. angeht: Da ist der kommunikative Zug ohnehin längst abgefahren. Aber ich hoffe und glaube (oder möchte das zumindest), dass immer mehr Menschen in der persönlichen Begegnung mit dem „Fremden“ über ihre Grenzen hinaus wachsen, hier in diesem Land und irgendwo in der Welt.

  5. „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“
    Das beeindruckt mich gerade so sehr … Es spricht meinen langgehegten Wunsch aus, die Welt kennenzulernen, um endlich das Recht zu erlangen, mir eine Meinung zu bilden.

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