Äcker voller Gold

Ich erinnere mich noch gut an das Vergnügen, das es mir als Kind bereitete, Kartoffeln frisch vom Acker zu ernten. Die Pflanze beim grünen Schopf zu packen, zu drehen und gleichzeitig zu ziehen, feste zu schütteln. Und das Beste von allem: all die „Nuggets“ einzusammeln, behutsam von der Erde zu befreien, mit den Händen nach tiefer liegenden Schätzen zu graben… Wie staunte ich, als ich gestern zwischen einem Besuch und dem nächsten in der alten Heimat die Chaussee entlangfuhr und entdeckte, dass auf den Feldern inzwischen gigantische Goldbarren wachsen. Oft werden die Wunder kleiner, wenn man älter wird. Manchmal nicht.

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26 Kommentare zu “Äcker voller Gold

  1. Liebe Maren, wie schön du die Ungeduld des Bauern gegenüber dem natürlichen Wachtstum ins Bild gesetzt hast oder sollte ich lieber sagen die Ungeduld der Kundschaft…
    Als ich gestern von hier nach Freiburg auf der Autobahn durchs Tal fuhr, war die Hälfte der Landschaft so verkleidet, nein, es gefällt mir nicht! Nur dein Blick 🙂
    herzliche Spätabendgrüsse am Sonntag an dich
    Ulli

    • Du magst keine Gewächs-Zelte, liebe Ulli? Da bin ich ja froh über deine Bereitschaft, das Ungeliebte mit zweckfrei-ästhetischem Blick zu betrachten. 😉 Sonnige Grüße gen Süden!

      • Ich mag einfach keine Plastikfelder sehen und wenn es ja nur das wäre, dazu kommt der Umgang mit den Folien danach, bei weitem nicht alle LandwirtInnen gehen achtsam damit um und dann gibts eben viele kleine Plastikschnipsel all überall…
        ihr hattet also auch Sonne, wir auch und ich kann gar nicht glauben wie warm es schon ist!
        liebe Grüsse von Süd nach Nord

    • Danke, Patricia. Dieses schwere Leuchten war wirklich speziell. Ich hatte auf die Schnelle nur das Smartphone zur Hand, bin aber auch ganz zufrieden mit dem Ergebnis.

  2. Liebe Maren, ich hab so was noch nie gesehen, es ist unglaublich, wie du es eingefangen hast mit dem goldenen Himmel über dem gewaltigen Goldbarrenfeld. Ziemlich beängstigend ist es, wie ein Stück „schöne neue Welt“ des Aldous Huxley.

    • Ja, ich verstehe, dass du dich an „Schöne neue Welt“ erinnert fühlst, Gerda. In natura empfand ich es allerdings überhaupt nicht beängstigend. Ich war auch zu beschäftigt mit den Veränderungen: zuerst Gold, dann Platin und Silber, Blei zuletzt.

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