Picknick mit Queen

Seit Tagen liegt unverkennbar Herbst in der Luft. Aber gestern warf der Sommer noch einmal den Turbo an. Ein Tag zum Helden-Zeugen, wie meine Großmutter zu sagen pflegte. Kurz entschlossen bestiegen die Freundin und ich (und noch zwei, drei andere) nach Feierabend die Fähre Richtung Elbstrand.

Andere müssen für vergleichbare Ausblicke deutlich längere Wege zurücklegen. Dafür haben sie vermutlich mehr Platz an Bord – wie die Passagiere der Queen Mary 2, die an allerlei Picknickdecken vorbei in den Sonnenuntergang schipperte.

Jaha, ein bisschen schneller als ein Hamburger Jung ist so ein Kreuzfahrer auch… Aber wer ist schon in Eile an einem Abend wie diesem?

22 Kommentare zu “Picknick mit Queen

  1. Das sind ja tolle Bilder, liebe Maren. Die könnten es doch glatt an die Wohnzimmerwand schaffen. Vor allem das letzte gefällt mir ganz besonders. Eine wunderschone Stimmung vor der Hafenkulisse hast Du da eingefangen. Ein echter Sommernachtstraum! Liebe Grüße, Ulrike

    • Danke, Ulrike. Freut mich sehr, dass dir die Bilder gefallen. Die Containerbrücken nehmen so ein bisschen Spielerei bestimmt nicht übel. Das letzte Foto könnte ich mir auch gut in einem Bilderbuch vorstellen.

    • Stimmt, liebe Ulli. Ich schärfe zwar oft nach für die Blogosphäre, bin aber sonst sehr zurückhaltend, was die Bildbearbeitung angeht. Weniger ist nach meiner Einschätzung oft mehr. Insbesondere die lange zu beobachtende (Un-)Sitte, jeder noch so banalen Szene mit HDR „Dramatik“ zu verleihen, ging mir ziemlich auf den Nerv. Hier hat es mir gefallen, die Strukturen zu verstärken und das Gesehene gleichzeitig ein wenig unwirklich und entrückt erscheinen zu lassen.

    • Da muss ich leider passen, Myriade. Meine Großmutter hatte so einige Sprüche auf Lager, nach deren Herkunft ich sie aber nie gefragt habe. Ein besonders mühseliger Tag war z.B. einer „zum Mäuse-Melken“. Man kann sich leicht vorstellen, wie lange es dauert, auch nur ein einziges Glas auf diese Weise zu füllen. Das „Helden-Zeugen“ jedenfalls hatte immer mit dem Wetter zu tun. So bezeichnete Tage waren besonders: besonders schön, besonders perfekt und meist auch irgendwie unerwartet. Der erste wirklich schöne Tag im Frühjahr konnte sich zum Helden-Zeugen eignen. Oder auch ein wunderbar warmer Tag, wenn schon keiner mehr damit rechnete.

  2. Eigenartig-schöne Bilder mit ebensolchem Begleittext – ganz wie die Autorin wohl? 🙂
    Das Tempre, die „besondere Note“, all das addiert sich zu einem ganz persönlichen, charakter-vollen Bild.

    • Keine große Sache, Klausbernd. Mein Bildberbeitungsprogramm bietet allerlei Filter an, mit denen ich ein bisschen herumgespielt habe. Dass dir das Ergebnis gefällt, freut mich natürlich. Auch euch ein schönes hoffentlich sonniges Wochenende!

    • Wie schön. Ich vermute, heute sagt das niemand mehr. Das Heldentum ist wohl zu sehr in Verruf geraten. Dabei wäre es sicher keine schlechte Idee, mal ein paar echte Helden zu zeugen.

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