Moments and memories

Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern,
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Keine Frage
von Menschenlippen
fordert Antwort.
Keine Rede
noch Gegenrede
macht dich gemein.
Nur mit Himmel und Erde
hältst du
einsame Zwiesprach.
Und am liebsten
befreist du
dein stilles Glück,
dein stilles Weh
in wortlosen Liedern.

Wie ist dir nun,
meine Seele? Von allen Märkten
des Lebens fern
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Christian Morgenstern: Am Meer

13 Kommentare zu “Moments and memories

    • Genau in die Lücke ragt er, ja. Stünde man drauf, wäre die Perspektive natürlich wieder eine andere. Aber das auszuprobieren habe ich mich nicht getraut, so fragil wirkte der Steg. 😉

    • Danke, liebe Birgit. Ich meine übrigens, dass du mich vor Jahren mal auf speziell dieses Gedicht von Morgenstern aufmerksam gemacht hast. Wie auch immer: Ich finde die Zeilen auch besonders schön.

    • Das hast du gut erkannt, liebe Stefanie: Ich war endlich mal auf Langeneß. An die Frische und den Wind dort denke ich im Hamburger Backofen mit sehnsuchtsvollem Herzen… 😉

  1. Pingback: Blogbummel August/September 2019 – buchpost

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