Keep on sailing

A ship is safe in harbor, but that’s not what ships are for.

William Shedd

Wieder sind Wochen vergangen seit meinen letzten ernsthaften Streifzügen durch die Blogosphäre, und ich bin mir ziemlich sicher, ich habe hier einiges verpasst. Ein wenig werde ich noch nachlesen in diesen Traumtagen „zwischen den Jahren“, die nicht mehr ganz zum Alten gehören, aber auch noch nicht zum Neuen. Vor allem aber werde ich mich ausruhen. 2019 war kein ganz einfaches Jahr für mich, aber eines, in dem ich viel Klarheit gewonnen habe. Ich bin dankbar für Kreise, die sich geschlossen haben, für Momente tiefer Verbindung, aber auch für den Mut zu manchem Nein, wo es nicht oder nicht mehr passte. „Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?“ Im Herbst war mir in einem Vortrag dieser wunderbare Satz begegnet. Seither trage ich ihn in meinem Herzen und beobachte, wie er auch mein Handeln beeinflusst, nicht immer, aber immer mal wieder. Ich habe mir fest vorgenommen, ihn mit ins neue Jahr zu nehmen. Vielleicht wär‘ das auch etwas für dich? Ich wünsche dir allzeit gute Fahrt, Wind in den Segeln und einen Hafen, wenn du ihn brauchst!

26 Kommentare zu “Keep on sailing

  1. Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte…Schön. Zuerst mal tief atmen, die hochgezogenen Schultern fallen lassen, den Bauch entspannen und NEU in die Gegend gucken…Und dann:
    Oh. …
    Danke.
    Sonja

    • Soll ich dir was sagen, lieber Holger: Genau so, wie du es sagst, wird es kommen. Denke ich. Vielen Dank für deinen wunderbaren Wunsch, den ich von Herzen erwidere. Obwohl… segelt ein echter Bergler überhaupt? Egal, Hauptsache gut und frei! Ganz herzliche Grüße, auch an die W.!

  2. Liebe Maren, ich danke dir von Herzen für diese Frage, die ich mir nun sofort in mein Gedankenauffangbuch geschrieben habe, mit der Überlegung ihn größer und sichtbarer aufzuschreiben und hinzuhängen. Es lohnt sich ihm hinterher zu spüren.
    2019 war auch für mich ein schwieriges Jahr und doch habe auch ich gelernt mich mehr zu positionieren, klarer ja und nein zu sagen. Noch wirkt sich einiges aus. Eine Portion Zuversicht und Vertrauen können bei all dem nicht schaden.
    Ich wünsche dir Gutes und Schönes jetzt und im neuen Jahr.
    Liebe Grüße
    Ulli

    • Liebe Ulli, ich freue mich sehr, dass du den Satz nun in deinem Gedankenauffangbuch bei dir trägst. Ihn größer und sichtbarer aufzuschreiben und hinzuhängen ist sicher auch eine gute Idee. Ich spreche ihn auch immer mal wieder laut aus, damit ich ihn höre. So wie ich gerade auch laut mit zwei Fotos spreche, die ich an zentraler Stelle in meiner Wohnung aufgebaut habe. Ich staune, welche Wirkung das hat… 😉 Dir wünsche ich jetzt und im neuen Jahr Schwung auf all deinen Wegen; mögen dich Zuversicht und Vertrauen begleiten!

  3. Wenn ich mich so umhöre, war 2019 für viele Menschen ein schwieriges Jahr. Umso schöner, es mit so schönen Worten und einem so schönen Bild voller Ruhe ausklingen zu lassen. Danke dafür. Ich habe vor einigen Jahren etwas ähnliches zur Angst gelesen und danach mit „NEIN“ auch einige(s) aussortiert. „Alles, was du dir je gewünscht hast, liegt auf der anderen Seite der Angst.“ Guten Rutsch in ein besseres und vor allem gesundes neues Jahr wünsche ich Dir. LG Ilona

    • Vielen Dank für deine Gedanken und guten Wünsche, Ilona! Ich freue mich tatsächlich schon sehr auf 2020. Gar nicht, weil 2019 so schlecht gewesen wäre, es war einfach nur ziemlich herausfordernd und manchmal ordentlich anstrengend. Aber ich denke, die viele „Arbeit“ wird die eine oder andere Frucht tragen… 😉 Auch dir viel Gutes, komm gesund und mit Schwung ins neue Jahr!

  4. Liebe Maren, Angst ist ein erbarmungsloser Begleiter, den auch ich gern in seine Schranken weisen möchte. „Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte“ ist dabei ein wunderbarer Ansatz. Zumal die Sorgen, die man sich „macht“, so gut wie nie Realität werden, und die echten Stolpersteine im Leben fast immer dort liegen, wo man sie nicht vermutet hätte.

    Lieben Dank, dass Du Deinen Herzens-Schatz mit uns teilst. Ich wünsche Dir für 2020 viel Leichtigkeit und Freude. Ulrike

    • Ich danke dir für deine wie immer klugen Gedanken, liebe Ulrike. Ja, wir „machen“ uns eine Menge unnötiger Sorgen, verharren hypnotisiert wie das Kaninchen vor der Schlange anstatt einfach mal um die Ecke zu gucken. Von der angebotenen Leichtigkeit und Freude nehme ich gern eine Portion – mögen sie auch dich sicher durch das neue Jahr begleiten!

  5. Danke für Deine Wünsche (welche ich dir gerne zurückwünsche) und den schönen Satz.
    ich werde ihn auch mit ins neue Jahr nehmen. Ergänzt mit der Frage: “ Ist das wirklich so?“
    Liebe Grüße Erich

  6. Liebe Maren, wenn ich keine Angst hätte, würde ich Spinnen in die Hand nehmen und die Fenster offen stehen lassen (obwohl ich Katzen habe und im vierten Stock lebe). Ansonsten fällt mir spontan überhaupt nichts Weiteres ein. Und das finde ich hochinteressant, denn ich habe 2019 auch als ziemlich anstrengend und herausfordernd erlebt und es gibt hunderte offene Baustellen… dachte ich bis gerade. Aber vielleicht ist unterm Strich doch alles ganz gut, wie es ist?! Superguter Gedankenanstoß. Vielen Dank. Komm gut in die neuen Zwanziger und alles Liebe, Stefanie

    • Das hört sich wirklich ziemlich angstfrei an, liebe Stefanie, zumal es ja im vierten Stock gar nicht so viele Spinnen in deine Nähe schaffen sollten. 😉 Nee, im Ernst, ich freue mich, dass 2019 trotz aller Anstrengungen und Herausforderungen offenbar ein gutes Jahr für dich war. Bei mir war es im Rückblick gar nicht so viel anders. Und die eventuell doch noch offenen Baustellen gehen wir mit neuem Schwung im neuen Jahr an, okay? Dir auch alles Liebe!

  7. Ja. Genau diese Frage habe ich mir in 2019 gestellt; an der Antwort arbeite ich noch. Habe dazu auch ein Buch gelesen, das mich ungemein bewegt hat. Und weiterbewegt. Die Angst loszulassen scheint mir der zentrale Schlüssel zu sein. In diesem Sinne wünsche ich Dir, mir, uns ein Jahr ohne unnötige Angst.

    • Möge dein Wunsch in Erfüllung gehen, Eva! Was für eine schöne Vorstellung das ist: Lauter angstfrei(er) agierende Menschen treffen aufeinander und bereichern sich gegenseitig. Magst du verraten, wie das Buch heißt, das dich so bewegt hat?

      • Das Buch ist eines, um Selbstvertrauen zu gewinnen und Ängste loszulassen, und die größte Erkenntnis daraus war, dass, wenn man dem, was einem/r Angst macht, ins Auge sieht, die Angst kleiner wird oder gar verschwindet… Ist jedenfalls bei mir ein wenig so. Seitdem versuche ich den Satz „Ich habe Angst davor, dass…“ zuende zu bringen. Ist es genau umrissen, wird das Angstmachende greifbarer, ja, wirklich! Und damit auch überwindbar… Das Buch heißt „Selbstvertrauen gewinnen“ von Susann Jeffers. Ich werde es demnächst im Blog besprechen. LG Eva
        P.S.: Tolle Utopie entwirfst Du da… Vielleicht ist die Angst aber auch etwas, das durch die Überwindung derselben zu mehr Tiefe führt… Und Tiefe ist etwas, was die Welt unbedingt auch braucht. Vielleicht taugt Angst also doch zu mehr als nur zur Verhinderung einer perfekten Welt 😉 …

      • Danke für den Lesetipp, Eva. Ich denke manchmal, das „Kopfkino“ toppt die Realität im Guten wie im Schlechten: bei den Ängsten ebenso wie bei den Hoffnungen und Sehnsüchten. 😉 Insofern führt am Ende gar kein Weg am Realitätscheck vorbei, wenn man als Mensch wachsen will. Deine Gedanken zur Angst und zur Tiefe teile ich unbedingt. Bei meiner Vision angstfrei interagierender Menschen hatte ich tatsächlich weit weniger die Begegnung von Menschen im Sinn, die überhaupt keine Angst kennen sondern vielmehr die Bereitschaft, immer wieder den eigenen Schutzpanzer zu öffnen und sich dem Gegenüber verletzlich und mit den eigenen Schwächen zu zeigen. Das wäre in meinen Augen eine „schöne neue Welt“.

  8. Pingback: Blogbummel zum Jahreswechsel – buchpost

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