Noch mehr Augen-Blicke

Das großformatige Wandgemälde an der Langen Reihe, ganz in der Nähe von Schauspielhaus und Hamburger Hauptbahnhof, ist ausweislich der Signatur schon von 2017. Ich gehe nicht allzu oft dort entlang, aber alle paar Monate bestimmt. Erst jetzt, wo die Begrenzung auf Blickkontakte quasi alltäglich geworden ist, sehe ich das Mural. Wie begrenzt ist doch das, was ich (für) wahr( )nehme! Gut, dass sich nicht auch noch die anderen Sinne einmischen!

Das Auge sagte eines Tages: „Ich sehe hinter diesen Tälern im blauen Dunst einen Berg. Ist er nicht wunderschön?“ Das Ohr lauschte und sagte nach einer Weile: „Wo ist der Berg? Ich höre keinen!“ Darauf sagte die Hand: „Ich versuche vergeblich, ihn zu greifen. Ich finde keinen Berg!“ Die Nase sagte: „Ich rieche nichts. Da ist kein Berg!“ Da wandte sich das Auge in eine andere Richtung. Die anderen diskutierten weiter über diese merkwürdige Täuschung und kamen zu dem Schluss: „Mit dem Auge stimmt etwas nicht!“

Khalil Gibran

Augen-Blicke

Die Besucherin betrachtet die Kussszene vor sich. Was sie denkt, ist hinter der Maske, die einen Großteil ihres Gesichts bedeckt, nicht zu erkennen. Ob ihr bewusst ist, dass der Dritte im Bilde wiederum sie zu beobachten scheint? Und die Fotografin sie und den Dritten und die Kussszene? Wie geschlossen (und frei von Voyeurismus) wirkt dagegen das Geschehen in der zweiten Aufnahme: Maskenträgerinnen unter sich, beinahe schon eine Begegnung auf Augenhöhe.

Das erste Foto ist ein Schnappschuss aus der Jubiläumsschau zum 100. Geburtstag von Helmut Newton, die noch bis zum 29. November im Ernst Barlach Museum im schleswig-holsteinischen Wedel gezeigt wird. Das zweite Foto entstand, ebenso rasch und intuitiv wie das erste, im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg, wo noch bis zum 1. November „Untold Stories“ zu sehen ist (sind) – die erste und zugleich letzte von ihm selbst kuratierte Ausstellung mit Werken von Peter Lindbergh.

Newton und Lindbergh – zwei Jahrhundertfotografen, die am liebsten Frauen fotografierten und mit Mode, Porträt und Akt noch dazu ähnliche Themenschwerpunkte setzten. Und doch liegen Welten zwischen ihren Arbeiten. Wo der ältere Newton Weiblichkeit, das Spiel der Geschlechter kühl, immer wieder auch verstörend inszenierte, feierte Lindbergh, für den auch in der Modefotografie der Mensch mit seiner Persönlichkeit im Vordergrund stand, mit erkennbarer Wertschätzung die natürliche Schönheit der Porträtierten. „Ein Mann der Lifestyle-Magazine“, urteilte Frank Hajasch für NDR Kultur über Newton: „Individualität spielt selten eine Rolle, Mimik gar nicht“. „Der Mann, der die Frauen verstand“, schrieb Tanja Rest in der Süddeutschen Zeitung über Lindbergh: Die Frauen „zeigen etwas von sich, aber sie liefern sich nicht aus“, es geht um „eine Nacktheit, die nichts mit dem Ablegen von Kleidung zu tun hat, sondern selbst gewählt, selbstbestimmt ist“. Besonders augenfällig werden die Unterschiede, wenn man sich beide Ausstellungen nacheinander ansieht. Erst Newton, dann Lindbergh, aus dessen Werkschau ich auch die folgende Foto-Szene mitgebracht habe.

Mit blauen Sternen reisen

Keine Butterblume, kein Löwenzahn entfaltet vergleichbare Wirkung, das Gänseblümchen nicht und auch nicht diese rosafarbenen Puschel, die aussehen wie Flaschenputzer en miniature. Wenn mich etwas verlässlich auf Zeitreise in die eigene Kindheit schickt, dann ist es der Anblick von Vergissmeinnicht. Ein einziges Pflänzchen genügt, um ganze Teppiche kleiner blauer Sterne vor meinem inneren Auge aufleuchten zu lassen…

Darin, bis zu den Knien, Elke, Anke und ich, pflückend, was unsere Kinderhände halten konnten. Mit den Vergissmeinnicht auf der verwilderten Wiese hinter dem Haus trieben wir drei regen Handel. Für einen Spankorb voller Sträuße gab uns die nette Frau R. eine Batterie leerer Joghurtbecher. Ihr Mann, Herr R., leitete unsere Schule, die damals noch Volksschule hieß. Herr R. bewegte sich, als habe er einen Spazierstock verschluckt. Frau R. schien immer Zeit zu haben – und sie verfügte über schier unerschöpfliche Vorräte an säuberlich ausgewaschenen Joghurtbechern aus Plastik. So etwas Kostbares gab es weder bei meinen Freundinnen noch bei uns zu Hause. Nicht weil wir so öko gewesen wären, das war damals noch kein Thema, glaube ich, eher aus Gründen der Sparsamkeit. Zuerst wurde sogar noch Dickmilch auf der Fensterbank angesetzt. Wenn die schön sauer war, streute mein Vater Zucker drauf und brockte Schwarzbrot hinein. Später gab es dann eine Joghurtmaschine. In kleinen Gläschen mit blassorangem Schraubverschluss produzierte meine Mutter fortan Joghurt. Die nette Frau R. und ihr Mann waren moderner, sie kauften ihren Joghurt in Plastikbechern. Offenbar in rauen Mengen, so oft wie wir nach meiner Erinnerung zum Tauschen gingen.

Was wir mit den vielen Bechern anstellten, weiß ich nicht einmal mehr. Mit Wasser rumpütschern, nehme ich an. So Mädchensachen. Das fand vor allem Anke gut, die schon als Grundschülerin ziemlich häuslich war. In unserer Höhle unter dem Essigbaum mit seinen tief hängenden Zweigen, wo wir die komplette „Höhlenkinder“-Saga nachspielten, flocht sie begeistert Matten aus Gräsern. Elke und ich waren mehr der Jägertyp. Mit Inbrunst schnitzten wir uns Pfeil und Bogen und brachten es in ihrer Anwendung zu beachtlicher Treffsicherheit. Keiner der hölzernen Telegrafenmasten im Dorf war vor uns sicher. Oft zogen wir zu den A.schen Wiesen am Rande des Auetals, „Wildpferde“ zähmen. Elke war Winnetou, ich Old Shatterhand. Ich wäre auch lieber Winnetou gewesen, aber Elke hatte die längeren Haare. Anke machte unser Baumhaus neben der Ponyweide schön. Einmal rauchten wir dort zu dritt heimlich eine Zigarette. Natürlich musste ausgerechnet in dem Moment Ankes Vater vorbeispaziert kommen. Ich hatte tagelang Angst, dass er uns verpetzt. Hat er nicht, aber die Angst war mindestens so schlimm. Ich kann sie heute noch fühlen.

Im Baumhaus, das war schon meine zweite heimliche Zigarette gewesen. Die erste hatte ich mit Gunter im Kastanienwäldchen gepafft. Gunter war der beste Freund, den man sich denken kann. Groß, stark und voller aufregender Ideen, die sein Vater allerdings selten toll fand. Fast kein Abend verging, ohne dass der ihm den Hintern versohlte. Manchmal traute sich Gunter erst im Dunkeln heim. Ich höre noch seine Mutter rufen: „Gunter, komm doch nach Hause! Dir passiert auch nichts!“… Weich streicht das Licht der Abendsonne über die Vergissmeinnicht  zu meinen Füßen.

Touch me now

Am 8. März habe ich zuletzt jemandem die Hand geschüttelt. Ich erinnere mich, dass es sich schon da nicht mehr selbstverständlich anfühlte, aber auch noch weit entfernt von leichtfertig. Das Thema Corona streiften mein Gesprächspartner und ich nur kurz.

Einen Tag später war ich mit den Töchtern einer befreundeten Familie zum Kino verabredet. Wir wollten endlich die „Eiskönigin 2“ sehen, bevor sie abgesetzt würde. Wie schnell das gehen sollte, ahnte zu dem Zeitpunkt kaum jemand. Die Mutter der Mädchen war sehr besorgt. Lieber keine Umarmung heute! Vielleicht besser nicht, erwiderte ich und merkte, dass ich selbst noch keinen klaren Standpunkt zu Körperkontakten in Zeiten von Corona hatte. Den Besuch im Kino stellte die Mutter ebenso wenig in Frage wie die Fahrt im mutmaßlich vollen Bus dorthin. Als wir zurückkehrten, stand das Essen auf dem Tisch, der ungnädige Säugling wurde von Arm zu Arm gereicht, auch in meinen, damit abwechselnd alle in Ruhe essen konnten. Fazit 1: Menschen verhalten sich nicht immer widerspruchsfrei. Fazit 2: Auch Abstandhalten muss man erst lernen.

Der 9. März war im Rückblick der Tag, an dem ich nicht nur zwei Schlüsse zog, sondern außerdem zwei Dinge zum vorerst letzten Mal tat: ins Kino gehen und Freunde in ihrer Wohnung besuchen. Am 11. März traf ich eine Freundin zum gemeinsamen Spaziergang an der Elbe. Zur Begrüßung klackten wir – noch etwas ungelenk, aber in stillschweigender Übereinkunft – die bemäntelten Ellbogen gegeneinander. Das neue Virus bestimmte große Teile unseres Gesprächs. Ins Parkcafé kehrten wir trotzdem ein. Es sollte mein vorerst letzter Besuch in geschlossenen gastronomischen Räumen sein.

Die Kontaktsperre war mir, als sie am 22. März von der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten beschlossen wurde, längst in Fleisch und Blut übergegangen.

Harte Zeiten für Alleinlebende? Ich würde lügen, wollte ich behaupten, dass ich mich nicht schon jetzt darauf freue, zwischenmenschliche Kontakte wieder durch leibhaftige Berührungen bereichern zu können. Auch wir ziemlich nackten Wesen brauchen Fellpflege, wie ich mal irgendwo las. Aber ich finde, es ist auch eine spannende Herausforderung zu lernen, uns nah zu sein, ohne uns physisch nah zu sein. Uns mit Worten zu berühren, gesprochenen und geschriebenen. Oder mit Blicken. Auf jedem Spaziergang ist dazu Gelegenheit, bei jedem Einkauf im Supermarkt, auch auf Distanz. Unser Fingerspitzengefühl, unser gutes Händchen auf ganz neue Weise zu trainieren, werden wir in nächster Zeit reichlich Gelegenheit haben.

Mit Abstand am besten

Heute hat mich mein Cousin C. angerufen. C. ruft immer an, wenn es etwas Wichtiges (zu sagen) gibt. Er ruft an meinem Geburtstag an, zu Weihnachten und auch zu Ostern. Und zwischendurch, wenn er findet, dass er schon viel zu lange nichts von mir gehört hat oder mir erzählen will, was er gerade gemacht hat. Ich gehöre zu C.’s „Peergroup“. Und wer dazu gehört, um den muss man sich kümmern. Nein, falsch: nicht muss, um den kümmert man sich, weil es einem ein Bedürfnis ist. Heute rief C. an, weil er mir sagen wollte, dass wir uns jetzt alle besonders gründlich die Hände waschen müssen und uns nicht zu nahe kommen dürfen und dass wir die meiste Zeit zu Hause bleiben müssen. Die Hände hat er sich schon immer gründlich gewaschen, versicherte mir C. Was ihm aber richtig schwerfällt, ist, dass er jetzt nicht mehr schwimmen gehen darf. Das tut er schon, seit er ein kleiner Junge war. Seit mehreren Jahren schwimmt C. jeden Montag, Mittwoch und Sonntag, außer er ist krank, oftmals, bis der Bademeister ihm sagt, dass er jetzt mal langsam Schluss machen soll. Beim Schwimmen tankt C. Energie – und er baut überschüssige Energie ab. C. mag es, wenn sein Leben regelmäßig ist und vorhersehbar. Er braucht feste Strukturen, und die meisten Überraschungen findet er gar nicht gut. C. hat bei seiner Geburt zu wenig Sauerstoff bekommen. Seither ist er geistig behindert. Oje, sagte ich zu ihm, das ist ja richtig blöd, dass du jetzt eine Weile nicht schwimmen gehen kannst! Ja, sagte C., aber das ist wichtig, damit die alten und kranken Menschen nicht sterben.

Memory, kreativ

Die junge Syrerin deckt ein Kärtchen mit einem Löwenbaby und ein zweites mit einem Löwenrudel auf, strahlt und legt sie zu ihren Paaren. Halt, ruft jemand, die sind doch nicht gleich! Aber Geschwister, triumphiert Maryam.

Kreativität ist die Fähigkeit, sinnvolle, aber unübliche Kombinationen zu finden. Eine andere, sehr gebräuchliche Definition lautet: Kreativität ist die Fähigkeit, produktiv gegen bestehende Regeln zu denken und zu handeln.

Verhältnismäßig

„Wie verhält sich eigentlich Tiroler Gewürzbrot zu Roggensaft Natur?“ Der alte Bäckermeister schaut perplex aus dem Kittel. Ich wette, über diese Frage hat er im Leben noch nicht nachgedacht. Mir will sie gar nicht mehr aus dem Kopf. Seit meinem Besuch auf dem Wochenmarkt sinne ich immer mal wieder über das potenzielle Verhältnis zweier Brotsorten zueinander nach. Irgendwie passiv nachbarschaftlich, schoss mir, noch am Ort der Fragestellung, durch den Kopf. So von Regalbrett zu Regalbrett. Oder meinetwegen auch aufgeschnitten Seit’ an Seit’ im Brotkorb. Ich bevorratete mich mit einem halben Laib Roggensaft Natur. Inzwischen kann ich immerhin so viel sagen: Das Brot ist trotz des Namens der eher trockene Typ  – und es verhält sich angenehm zurückhaltend zu dem ausdrucksstarken Greyenzer vom Stand nebenan. Wer weiß, mit dem würzigen Nachbarn hätte es womöglich Probleme gegeben…

*

Die alte Dame möchte ihr Kartoffelbrot geschnitten. „6,5 Millimeter“, sagt sie. Ist das nun verhältnismäßig dünn oder dick? „Sie wissen aber, was sie wollen!“ Die Bäckereifachverkäuferin schmunzelt. „Ich weiß immer, was ich will“, antwortet die alte Dame. „Und ich kriege es auch.“ Sie verzieht absolut keine Miene.

700 Kilometer von hier

Die Italienerin hatte es schon vor vielen Jahren in den Norden Europas gezogen. Zuerst nach Deutschland, dann in die Niederlande. Der Arbeit wegen. Der Liebe wegen.

Der Holländer wurde im Westen sozialisiert, wie er sagt. Der Westen, das ist Amsterdam. Und Rotterdam. Da sind sie offener als hier im Norden, findet er. Und optimistischer. Hier im Norden, das ist Groningen.

Die Deutsche, die für ein paar Tage zu Besuch bei den Nachbarn weilt und bisher keinen Anlass hatte, über mangelnde Zugewandtheit zu klagen, schreibt Amsterdam und Rotterdam auf die unendliche Liste (endlich mal wieder) zu besuchender Orte.

Die Argentinierin schüttelt die roten Locken, ein Erbe der niederländischen Mutter, und lacht. Sie ist 700 Kilometer südlich von Buenos Aires groß geworden. Sie sagt das, als handele es sich um einen Vorort.

700 Kilometer von „hier im Norden“, da bist du im übernächsten Land. In Paris. In Basel. In Prag. Oder in London….

Während sie drüben zum x-ten Mal über die x-te Exit-Variante abstimmen und Einigkeit schon lange nur noch im Nein erzielen, klappt die Verständigung auf dieser Seite der Nordsee gut. Die Vier sind längst nicht immer einer Meinung darüber, wie die Welt zu retten sei. Aber sie sprechen eine Sprache. Englisch übrigens.

Erhalte mich liebenswert

„Oh Herr, Du weißt besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch), hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben. Aber Du verstehst – oh Herr – dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zum Wesentlichen zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu – und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein, mit ihnen lebt es sich so schwer, aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken und verleihe mir, oh Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.“

Ich mag kaum glauben, dass diese Zeilen bereits im 16. Jahrhundert geschrieben worden sein sollen, so modern klingen sie in meinen Ohren. Das „Gebet eines älteren Menschen“ wird Teresa von Ávila (1515 – 1582) zugeschrieben, einer spanischen Mystikerin und Karmelitin, die in der katholischen Kirche als Heilige verehrt wird. Ob es nun von ihr oder jemand anderem stammt oder zwar von ihr ist, aber im Laufe der Jahrhunderte sprachlich an die Zeitläufe „angepasst“ wurde, ist am Ende vielleicht zweitrangig. Alte Freunde meiner Eltern schenkten mir kürzlich eine Kopie der klugen Worte. Er ist inzwischen 87, sie unwesentlich jünger. Ab und zu, so erzählten die beiden, lese einer dem anderen das Gebet vor, um sich an seine Botschaft zu erinnern.

Andere Hobbys

An der Längswand des Wohnzimmers stand ein Zweisitzer mit aufrechter Lehne. Davor ein kleiner Tisch. Weder Pflanzen noch Bilder. Die Reste geriebenen Parmesans in der Lade unter dem Küchenherd entpuppten sich auf den zweiten Blick als Sägespäne. Überbleibsel einer bereits vor Jahren gelösten Verpackung. „Wir haben andere Hobbys“, sagte die Frau.