Ein letzter Rausch

Ich weiß nicht, wie viele bunte Blätter du in diesem Herbst schon zu sehen bekommen hast – in der Blogosphäre und im wirklich wahren Leben. Falls es schon (mehr als) genug waren, klick einfach weiter. Wenn nicht: herzlich willkommen zu einem virtuellen Spaziergang am Hohen Elbufer, wo es die Natur am Sonntag noch einmal so richtig krachen ließ!

Bewaldete, steil ansteigende Hänge mit zahlreichen Einschnitten und Tälern prägen diesen Teil des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe. Entsprechend führt der Weg von Geesthacht-Tesperhude ins zehn Kilometer entfernte Lauenburg munter hügelauf und hügelab. Mal bieten sich von oben weite Blicke auf den Strom, mal begegnet man ihm auf Augenhöhe, nur durch einen Schilfgürtel getrennt.

Es erlt und pappelt, es (brenn-)nesselt und raschelt so licht- und farbtrunken, man mag kaum glauben, dass bereits der halbe November vergangen ist.

In der weihnachtlich geschmückten alten Schifferstadt Lauenburg wartet am Dampferanlegeplatz der unermüdliche bronzene Rufer. An seiner Mütze ist er unschwer als Elbschiffer zu erkennen.

Und weil der Tag so unfassbar herrlich ist, mache ich mich mit der vielleicht allerletzten Eiswaffel dieses Jahres in der Hand gleich wieder auf den Weg zurück nach Tesperhude.

Kaum ist die Sonne hinter den Wolken verschwunden, spürt man: Es ist doch kein Sommer mehr.

Der Schönheit der Landschaft tut das keinen Abbruch.