En passant

Tief beugte der Alte am Eingang des Wochenmarkts den Kopf in den Schoß. „Kauf dir mal einen Kaffee“, sagte, vielleicht eine Spur zu laut, der Mittdreißiger, während er fast unmerklich das rechte Knie beugte und eine Münze in die geöffnete Hand vor sich drückte. „Einen schönen Tag dir“, fügte er noch hinzu. Sein Blick hatte längst den eines anderen Passanten gefunden.

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Zugewandt – abgewandt

Tief in Gedanken oder vielleicht auch ganz ohne sitzt die grauhaarige Frau vor der Bäckerei. Wenn du mit ihr ins Gespräch kommen willst, wendest du dich am besten an ihren Hund. Freundlich, aber bestimmt, einer Vorzimmerdame nicht unähnlich, wacht er an ihrer Seite. Der Mann mit dem Hut ein paar Bänke weiter schaut bald nach links, bald nach rechts. Schwungvoll dreht er sich dem Neuankömmling am Nachbartisch zu, als wollte er sagen: endlich! Kurz hebt der andere den Blick, senkt ihn in den eigenen Schoß sodann. Einer von beiden bräuchte vielleicht einen Hund.