Homeward bound

p1160484Als sie am Brunnen vor dem Tore auf einen Froschkönig statt auf friedlich grasende Kühe traf, wurde der Prinzessin etwas wehmütig ums Herz. Es war just zur blauen Stunde und sie ahnte, dass ihre Wanderung sich dem Ende näherte.

p1160489Früh am nächsten Morgen schnürte sie ein letztes Mal ihr Bündel und machte sich auf den Weg. Es versprach ein herrlicher Tag zu werden. Die Sonne hatte fast alle Wolken vom blitzblauen Himmel geputzt, der Fluss strahlte türkisfarben und die Berge hatten wieder Spitzen. „Wer recht in Freuden wandern will, der geh‘ der Sonn‘ entgegen“, rief die Prinzessin wie weiland der Dichter Emanuel Geibel.

p1160497Bald schon stand sie vor einem Wegweiser. Zu den Königschlössern ging es nach links. Die Prinzessin seufzte leise, ließ die verheißungsvoll klingende Bärenau rechts liegen und folgte den Zeichen.

p1160500Durch lichten Buchenwald.

p1160508Vorbei an hohen Steinwänden.

p1160517Hinab zum tiefblauen See. In seinem kristallklaren Wasser spiegelten sich die Schlösser wie eine Fata Morgana.

p1160621Das erschien der Prinzessin fast ein bisschen zu idyllisch. So wanderte sie einfach noch ein Stück weiter bis zu der Stelle, wo der Fluss, dem sie so gern gefolgt war, über mehrere Stufen in eine tiefe Klamm donnerte. Danach vertilgte sie eine Riesenportion Apfelstrudel mit Eis und Sahne und Vanille-Schoko-Sauce. Zufrieden lächelte die Prinzessin: Jetzt konnte sie nach Hause zurückkehren.