Hanseatin, kunstbeflissen

P1130498Kleider machen Leute. In Kunstausstellungen gilt das nach meiner Beobachtung ganz besonders, wenn die Kleider so dunkelanthrazitfarben sind, dass man bei Bildaufnahmen vom Geschehen ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass es sich um Farbfotos handelt.

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27 Kommentare zu “Hanseatin, kunstbeflissen

  1. Das ist schön ironisch … ich wundere mich bei solchen Gelegenheiten (Ausstellungen, Terminen etc – heute einen mit einer Werbeagentur) auch immer wieder aufs Neue, warum der Dresscode dort so sehr ins monochrome geht…
    Das Bild ist jedoch sehr sitmmungsvoll!

      • … und das Werk an sich, jedenfalls wenn es Bildform hat, kommt ja vor einem Ton-in-Ton-Hintergrund auch ganz anders zur Geltung… (Tschuldigung, dass ich da mal eben reingegrätscht bin.)

    • Monochrom, bisweilen gar monoton – ja, es ist erstaunlich, wie uniform sich gerade Mitarbeiter von Werbeagenturen und andere Kreative oft kleiden. Eine Monokultur ganz eigener Art. 😉

      • Boah, stell dir nur mal vor, es wird richtig warm heute und du ziehst den Pulli aus… Tausend Dank für die Rückmeldung aus dem wirklichen Leben, Jutta. Für mich steht damit fest: Bloggen hat Wirkung. ;))

      • Alles, was mir zu bunt ist an T-Shirt, hat Unterhemden-Funktion und kommt niemals nicht an das Licht der Öffentlichkeit. Never ever. Eben dieses Schicksal teilen bei mir alle Shirts mit Beschriftung und irgendwelchen Motti – da kriege ich die Motten. Insofern bin ich nicht so weit weg von den monotonen „Kreativen“ – früher habe ich mir überlegt, dass es, bis auf ein, zwei Nachteile, ganz gut wäre, Nonne zu werden: Keine Kleidersorgen, ein fester Tagesablauf und der direkte Draht – wobei die Nachteile denn doch erschreckend hoch sind 🙂

      • Herrlich, liebe Birgit! In Gedanken immer noch mit den „ein, zwei Nachteilen“ beschäftigt, erlaube ich mir am Rande die Vermutung, dass der durchschnittliche Werbeagenturler im Vergleich zur durchschnittlichen Nonne vermutlich ein Mehrfaches an Styling-Aufwand treibt.

      • Stimmt. Als Accessoire genügt ein Rosenkranz. Was – wenn die Nachteile nicht wären- wiederum fürs Kloster statt Agentur spräche. Aber bevor es jetzt blasphemisch wird, muss ich wieder meinem bunten Broterwerb nachgehen!

  2. So wunderbar gesehen und festgehalten! Und hast du auch einmal geschaut wieviele noch von den roten und grünen und sonstwie bunten Autos übrig geblieben sind, ich sehe viel silber, beige, weiss und schwarz … huch, unserer Welt läuft jetzt auch noch die Farbe raus … 😉

    ich lächel dir zu, liebe Maren
    Ulli

    • Duuu, Ulli, ich muss dir mal was sagen… Ich hab auch ziemlich viele schwarze Klamotten… und mein Auto ist silbern… also eigentlich, wenn es nicht gerade schmutziggrau ist… Aber nicht weitererzählen, okay?

    • Haha, was für eine Freude! Ich könnte gar nicht sagen, wo die Zugehörigkeit (bzw. der Wunsch danach) stärker zelebriert und demonstriert wird, aber dein Kommentar hat mir gerade einen ganzen Film voller kleinstädtischer Kunstevents in die Erinnerung zurückgerufen…

      • Das mit der Provinz könnte hier stimmen auch wenn die Stadt Hamburg heisst…natürlich laufen sie alle hanseatisch gedeckt herum , maximal ist dunkelblau als Farbe erlaubt und als ich auf meiner ersten Ausstellung noch als Neuhamburger kam…da stand vorn am Eingang ein mit mit Obstfrüchten dekorierter Baum…und nach der offiziellen Ausstellungseröffnung…liessen die Damen und Herren jedes gute Benehmen fallen und stritten sich um die Bananen und liessen einen gerupften Baum zurück..sowie den leicht geschockten Neuhamburger…ich weiss bis heute nicht ob die Situation echt war oder ein getarntes Happening oder ich zuwenig von Kunst verstehe…

      • Ach, ich glaube, diese Gier nach Dingen, die es umsonst oder auch nur vermeintlich umsonst gibt, ist nicht Hamburg- oder Großstadt-typisch, Jürgen (und auch nicht beschränkt auf Menschen, die es nötig haben). Ich erinnere mich z.B. an eine Adventsfeier in einer kleinstädtischen Verwaltung, auf der leitende Beamte sich die Aktentaschen mit Schoko-Nikoläusen von den Knabbertellern vollstopften.

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